(Herten 44/2020) In einem offenen Brief hat sich die Hertener UBP heute an Bürgermeister Toplak gewandt. Da aufgrund der landes- und bundespolitischen Debatten mit einem stückweisen Abbau der Auflagen in den kommenden Wochen zu rechnen ist, ist der UBP eine gute Vorbereitung der Stadt und eine Unterstützung der Unternehmer vor Ort wichtig.

Der Schutz aller Bürgerinnen und Bürger, egal ob Schulkind, Sportler oder Rentner, muss das höchste Gut bleiben. Veränderte Gegebenheiten dürfen daher nicht verschlafen werden. Eine angemessene Vorplanung muss erfolgen. Da ein Betrieb ohne Auflagen (ggf. Einlasskontrollen, Abstandsregelungen, Zutrittsbegrenzung, Maskenpflicht, „Spuckschutzwände“, …) vorerst nicht denkbar ist, regt die UBP mit einem Fragenkatalog umfassende Vorkehrungen an und erkundigt sich nach aktuellen Zwischenständen. Dazu gehört auch eine mögliche Einkaufsgemeinschaft mit Händlern, um Preise zu reduzieren und Bedarf kleiner Händler überhaupt befriedigen zu können.

Weiterhin regt die UBP an, die Parkgebühren bis zum Jahresende auszusetzen, um die Händler, den Kunden und besonders auch Arbeitnehmern, die in der Krise tagtäglich zur Beibehaltung des Systems beigetragen haben, so zu unterstützen und zumindest etwas zu entlasten.

Eine hohe Flexibilität innerhalb der Verwaltung wird weiterhin erforderlich sein, um gesundheitsgefährdete Mitarbeiter*innen zu schützen und gleichzeitig besonders relevante Bereiche bis auf weiteres zu unterstützen. So könnte eine Ausweitung der Öffnungszeiten des Werkstoffhofs geprüft werden. Die angestammten Werkstoffhofmitarbeiter könnten entlastet, die derzeit erhöhte Nachfrage gleichzeitig bedient werden. Dazu würde das eine zielgerichtete Beschäftigungsmöglichkeit für „zwangsbeurlaubte“ Hertener*innen bedeuten.

Gemeinsam mit anderen kreativen Maßnahmen kann das einer möglichen, aktuell viel zitierten, häuslichen Gewalt entgegenwirken. Auch eine Unterstützung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) zur Ausweitung der Kontrolle der Einhalt der „Corona-Auflagen“ regt die UBP an – wer sich nicht an die Auflagen hält und damit sich und andere Menschen damit gefährdet, muss zur Verantwortung gezogen werden – konsequent.

Abschließend regen Lars Radziej und Thomas Remus an, schon jetzt auch an die Zeit nach Corona zu denken und DANKE zu sagen. Ganz besonders allen Menschen, die mit aktivem Handeln der Allgemeinheit durch die Krise geholfen haben! Das könnte beispielsweise in Form eines jährlichen Festes erfolgen, das die Erinnerung an den Zusammenhalt feiert und gleichzeitig die aus der Epidemie gezogenen Lehren des Miteinanders lebendig hält!

Lesen Sie hier den vollständigen offenen Brief an den Bürgermeister der Stadt Herten (PDF-Datei)