(Recklinghausen 38/2020) Die Unabhängige-Bürger-Partei (UBP) wird mit Claudia Ludwig als Bürgermeisterkandidatin in die Kommunalwahlen am 13.09.2020 gehen. Darauf verständigten sich UBP-Fraktion und UBP-Stadtverband in einer Telefonkonferenz am 04.04.2020. Ein Stadtparteitag soll den einstimmigen Vorschlag beschließen, sobald die Corona-Krise besiegt ist und es wieder die Möglichkeit gibt, öffentliche Versammlungen abzuhalten.

Vor dem einstimmigen Beschluss stand ein Diskussionsprozess innerhalb der Partei, wer in der Lage ist, den amtierenden Bürgermeister Tesche herauszufordern. Nachdem die UBP sich entschieden hatte, Tobias Köller als Landratskandidaten zu benennen und Claudia Ludwig innerhalb der Parteigremien große Unterstützung zugesagt wurde, war der heutige Beschluss die logische Folge. Claudia Ludwig soll auch die Reserveliste der UBP vor Tobias Köller auf Listenplatz 2, anführen.

Claudia Ludwig begann die heutige Telefonkonferenz mit einer bemerkenswerten Erklärung: „Liebe Freundinnen und Freunde, ich habe in den letzten Wochen und Monaten innerhalb der UBP einen Zuspruch erfahren, den ich nicht für selbstverständlich erachte. Während unsere politischen Mitbewerber sich innerhalb ihrer Parteien bekämpfen, habe ich eine Unterstützung erhalten, die am Ende auch den Ausschlag gegeben hat, für dieses wichtige Amt in meiner Heimatstadt Recklinghausen anzutreten. Bevor ihr am Ende ein Votum abgebt, möchte ich Euch an dieser Stelle versichern, dass ich meine ganze Kraft investieren werde, um die Ziele der UBP in die Bevölkerung zu tragen, so dass am Ende ein Ergebnis stehen wird, welches der ganzen Arbeit unserer Partei gerecht wird. Eines ist mir aber wichtig und dieses Signal soll über die UBP hinaus an die Vertreter der anderen Parteien und vor allem die Bürgerschaft unserer Stadt gehen. Wenn ich in der Vergangenheit durch impulsive Aussagen jemanden verletzt habe oder mein Temperament einmal mit mir durchgegangen sein sollte, möchte ich mich an dieser Stelle dafür entschuldigen.“

Auf folgende Themenschwerpunkte wird Claudia Ludwig setzen:

1. Die Sicherheit im Stadtgebiet muss verbessert werden. Polizei, Ordnungsdienst und private Sicherheitsdienste müssen künftig verstärkt dafür sorgen, dass Recklinghausen wieder eine Stadt wird, in der die Menschen ohne mulmiges Gefühl, auch in den Abendstunden, auf die Straße gehen können.

2. Recklinghausen muss zukunftsfähige Arbeitsplätze gewinnen. Dabei müssen Ökonomie und Ökologie miteinander verbunden werden. Gerade der Gesundheitssektor ist dabei ein wichtiges Feld, wie wir derzeit zu spüren bekommen.

3. Die Transparenz von politischen Entscheidungsprozessen muss erhöht werden und Politik muss dafür Sorge tragen, dass mehr Menschen in politische Abläufe einbezogen werden.

Claudia Ludwig bekräftigte nochmals, dass sich die Verwaltungsspitze der Unterstützung der UBP in der Corona-Krise sicher sein kann. Hier gilt es ein klares Zeichen des Zusammenhaltens zu setzen. In der politischen Auseinandersetzung muss sich Herr Tesche aber auf einiges gefasst machen. Die Herren Becker und Terwort spielen dabei für die UBP nur eine untergeordnete Rolle, da von SPD und Grünen inhaltlich wenig zu erwarten ist.

Die UBP verfolgt das Ziel bei der Stadtratswahl ein zweistelliges Ergebnis zu erreichen. Tobias Köller: „Wir wollen als starke und konstruktive Oppositionskraft weiterhin den Finger in die Wunde legen aber auf der anderen Seite auch durch mehrheitsfähige Anträge Politik in Recklinghausen mitgestalten.“

Claudia Ludwig ist 61 Jahre alt, verheiratet, Mutter von zwei Töchtern und dreifache Oma. Sie lebt im Ortsteil Hochlarmark und ist seit 1999 Mitglied des Rates der Stadt Recklinghausen und seit 2004 Mitglied des Recklinghäuser Kreistages.