(Recklinghausen 01/2020) Die UBP-Fraktion im Rat der Stadt Recklinghausen lehnt den Vertrieb von Strom und Gas sowie die damit verbundenen Dienstleistungen am Markt durch die Stadtwerke Recklinghausen kategorisch ab. Hier wird auf dilettantische Art und Weise versucht auf einen Markt zu drängen, auf dem sich Profis befinden, die sowohl bei der Versorgungssicherheit wie auch beim Preis den Stadtwerken Recklinghausen meilenweit voraus sind.

Der Aufbau einer eigenen Vertriebsstruktur ist zum einen sehr aufwendig und zum anderen auch mit erheblichen Kosten verbunden. Beides müsste „um wirtschaftlich zu handeln“ auf den Preis aufgeschlagen werden. Selbst der Versuch mit einem Partner an den Markt zu gehen, der sich bereits im Vertrieb befindet ist im Vorhinein zum scheitern verurteilt, da kommunale Strom- und Gasanbieter wie bspw. die Stadtwerke Herten Jahr für Jahr Bestandskunden verlieren, die zu anderen Anbietern wechseln. In Zeiten, in denen Vergleichsportale mit „Verivox“ oder „Check 24“ existieren haben Verbraucher zielgerichtet die Möglichkeit sich den günstigsten Anbieter am Markt zu suchen.

Wenn der aktuelle Aufsichtsrat der Auffassung ist gegen Mitbewerber am Markt antreten zu wollen, die zum einen schon lange am Markt existieren und ganz andere Größenordnungen am Strom- und Gasmarkt einkaufen, so ist man entweder schlecht beraten oder verfolgt ein politisches Ziel, was finanziell zum scheitern verurteilt ist. Die großen Unternehmen am Strom- und Gasmarkt haben beim Vertrieb, beim Marketing, bei den Serviceleistungen und am Ende auch beim entscheidenden Preis ganz andere Möglichkeiten als ein Stadtwerk Recklinghausen.

Die UBP ist der Auffassung dass die Stadtwerke Recklinghausen weiterhin ihre Basisarbeit im Sinne der Stadt Recklinghausen leisten sollten. Alles darüber hinaus wird dazu führen, dass die Stadt Recklinghausen als Mutter Subventionsleitungen geben muss, die durch kommunale Steuererhöhungen von den Bürgerinnen und Bürgern getragen werden müssen.