(Recklinghausen 53/2020) Das Thema „Corona“ ist ja (leider) täglich in aller Munde und durch die beschlossenen Lockerungsmaßnahmen gibt es Hoffnung, dass die Pandemie und vor allem die Einschränkungen bald zu Ende seien werden. Der UBP ist es wichtig, zu versuchen auch die positiven Erkenntnisse der letzten Wochen in den Blickpunkt zu rücken und in die Zeit nach Corona sinnvoll zu transferieren. Daher beantragen wir, dass die Stadtverwaltung im Hinblick auf die Punkte „home-office“, Arbeitsplatzoptimierung und nachhaltige Hygienemaßnahmen ein Konzept für die Zeit nach Corona entwickelt.Die Corona-Pandemie trifft unsere gesamte Gesellschaft hart, egal ob wirtschaftlich oder sozial. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das gesamte Verwaltungshandeln gehen in dieser Krise neue Wege. Aufgabe von Politik muss es sein, die Krisensituation bestmöglich zu meistern und darüber hinaus Zukunftsperspektiven zu entwickeln, die im Idealfall einen Mehrwert zur Folge haben. Die UBP-Fraktion beantragt daher folgende Punkte konzeptionell auf den Weg zu bringen.

  1. „home-office“ Durch die Erlasse des Landes und des Bundes zur Ausgangsbeschränkung erledigen in der freien Wirtschaft viele Menschen ihren Job von zu Hause (home-office). Was anfangs für viele Menschen eher als eine Art „Bestrafung“ galt, hat sich mittlerweile zu einem erfolgreichen Modell entwickelt und zwar sowohl für den Arbeitgeber wie auch für den Arbeitnehmer. Die Stadt sollte diese Form von Heimarbeit fördern und evaluieren inwieweit Prozesse zeitlich optimiert, kostengünstiger und die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesteigert werden kann.
  2. Arbeitsplatzoptimierung Resultierend aus dem Bereich „home-office“ könnte der quantitative Platzmangel an gut strukturierten Arbeitsplätzen innerhalb der Stadtverwaltung behoben bzw. deutlich verbessert werden. Geht man langfristig davon aus, dass etwa 20 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeiten im „home-office“ erledigen so wird der Bedarf an Arbeitsplätzen innerhalb der Stadtverwaltung um ca. 10 % sinken. Die Zahlen sind ein Richtwert, denn es kann etwa nur die Hälfte der Raumkapazitäten eingespart werden, wenn Personen von zu Haus arbeiten. Dies würde die räumliche Situation innerhalb der Stadtverwaltung entspannen und hätte neben Kosteneinsparungen auch energetische Vorteile, die die Stadt sinnvoll nutzen könnte.
  3. Hygienemaßnahmen In der Corona-Pandemie gelten besondere Hygienestandards, wie z. B. die Desinfektion von Händen (siehe Antrag der UBP vom 21.04.2020). Diese gilt es auch für die Zeit nach Corona zu sichern. Ein solides Hygienekonzept ist eine Grundlage für das Arbeiten innerhalb der Verwaltung aber auch gegenüber Kunden, den Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Stadt Recklinghausen. Durch kleinteilige Maßnahmen können nicht nur aktuelle Corona-Übertragungen sondern auch Grippe-Viren oder andere infektiöse Krankheitserreger vermieden werden.

Wir würden es begrüßen, wenn Die Stadtspitze in Zusammenarbeit mit dem Personalrat ein Konzept hinsichtlich der drei o. g. Punkte entwickelt. Daher haben wir im Anhang befindlichen Antrag an den Rat gerichtet und gehen davon aus, dass Bürgermeister, Verwaltung und auch die anderen Ratsfraktionen unsere Initiative unterstützen.

Antrag: Optimierungsmaßnahmen der Stadtverwaltung für die Zeit nach Corona (PDF-Datei)