(Herten 05/2020) Die UBP-Fraktion hat sich im Hertener Stadtrat für eine Reduzierung der Anzahl der städtischen Beigeordneten (werden für acht Jahre gewählt), von drei auf zwei, ausgesprochen. Mögliche wäre diese Lösung durch den vorzeitigen Weggang des bisherigen SPD-Baurats Heidenreich Ende Februar 2020.

Heidenreich war erst vor rund zwei Jahren von der SPD installiert worden. Sein Weggang zeigt, dass ein übertriebenes Gehalt (ca. 150.000 € pro Jahr) keine Bindung und Identifikation mit der Stadt schafft. Eine Nachbesetzung durch einen „normalen“ Laufbahnbeamten bedeutet eine Einsparung von bis zu ca. 40.000 €, für acht Jahre also ca. 320.000 €.

Wir als Hertener UBP-Fraktion vertreten die Meinung, dass ein höchstmögliches Gehalt kein Garant für Qualität ist und auch Bewerber*innen, die gute praktische Leistung erbracht haben, eine Chance gegen Dauerweiterbilder verdienen. Gleichzeitig könnte so bestmögliche Praxiskompetenz gewonnen und wahrscheinlich eine erneute schnelle Abwanderung der Nachfolge verhindert werden.

Für die Altparteien spielte das und auch die Einsparungsmöglichkeit keine Rolle. Stattdessen wurde die Verwaltungsvorlage umgestaltet und so die teure Variante, die der SPD jegliche Macht über die Neubesetzung zuspielt, durchgeboxt. Als einzige Fraktion stimmte die UBP gegen dieses geldvernichtende Machtspielchen.

Auch wenn wir uns gegen dieses Verfahren ausgesprochen haben, werden wir uns aktiv an der Auswahl der Nachfolgerin/des Nachfolgers beteiligen. Für uns liegt die klare Priorität auf einer fairen Chance für alle Bewerber*innen. Bei der letzten Ausschreibung wurde eine hochqualifizierte Bewerberin, aus strategischen Gründen, durch die Mehrheitspartei übergangen.

Pressebericht „Rat will gut bezahlten Beigeordneten“ 

Pressebericht „Breitseiten gegen den Bürgermeister“