(Castrop-Rauxel 21/2020) Die Castrop-Rauxeler UBP-Fraktion möchte – wie bereits mehrfach in den letzten Jahren – das ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt stärken. Daher beantragen wir, dass die Stadt Castrop-Rauxel die Ehrenamtskarte NRW einführt und darauf hinwirkt, dass ein möglichst breites Angebot an Vergünstigungen für Inhaberinnen und Inhaber der Karte eingerichtet wird. Die Wirtschaftsförderung der Stadt soll aktiv auf die Unternehmen in unserer Stadt zu gehen, um für eine Teilnahme von möglichst vielen Unternehmen als Kooperationspartner zu werben.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der desolaten Situation der öffentlichen Haushalte darf die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements nicht unterschätzt werden. Auch die Stadt Castrop-Rauxel ist auf bürgerschaftliches Engagement angewiesen und würdigt dieses nicht zuletzt auch die Verleihung der „Ehrennadel“. Die Einführung einer Ehrenamtskarte haben wir als UBP bereits in der Vergangenheit beantragt, leider wurde unser Antrag abgelehnt. Ebenso war es in der Stadt Herten, in welcher die Einführung nunmehr aber bevorsteht, u.a. auch daher weil die seinerzeit bei der Ablehnung befürchteten finanziellen Auswirkungen sich in der Praxis so nicht bewahrheitet haben, wie die Erfahrungen vieler teilnehmender Städte gezeigt haben.

Die Ehrenamtskarte und die damit verbundenen Vergünstigungen bieten mittlerweile viel Städte unseres Kreises (Gladbeck, Haltern, Marl, Recklinghausen, Waltrop) sowie der direkten Umgebung (Gelsenkirchen, Herne, Bochum) bereits an. Besitzer der Ehrenamtskarte stehen NRW-weit über 4.400 Vergünstigungen in fast 270 Kommunen zur Verfügung. Nicht zuletzt können ermäßigte Eintrittspreise als auch Rabatte im lokalen Handel dafür sorgen, dass dieser Kaufkraft bindet und somit unterstützt wird, da nach Angaben der teilnehmenden Städte Besitzer der Ehrenamtskarte vergünstigt Angebote oft in Begleitung weiterer Personen nutzen, die dann den vollen Betrag bezahlen.

Die Diskussion in der Stadt Herten als auch Gespräche mir ehrenamtlich Tätigen Menschen in unserer Stadt zeigt uns das auch Castrop-Rauxel mittlerweile reif sein dürfte auch bei uns die Ehrenamtskarte einzuführen, weswegen wir unter den veränderten Rahmenbedingungen dieses hiermit beantragen. Bzgl. der finanziellen Auswirkungen wollen wir darauf hinweisen, dass der Druck des ersten Kontingentes durch die Staatskanzlei NRW koordiniert, in Auftrag gegeben und finanziert wird, für Nachbestellungen bzw. Neuausstellungen fallen dann Kosten von weniger als einen Euro pro Karte an. Nach Angaben der Staatskanzlei NRW wird auch der Arbeitsaufwand im laufenden Tagesgeschäft als gering angesehen. Zudem stellt das Land NRW für die Einführung und Etablierung des Projektes eine einmalige Anschubfinanzierung zur Verfügung, ebenso begleitendes Material.

Antrag ansehen (PDF-Datei)