Die Unabhängige-Bürger-Partei (UBP) und ich als Landratskandidat halten die soziale Frage im Kreis Recklinghausen für ein wichtiges Thema. Wir wollen zum Einen, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter aufklafft – auf der anderen Seite ist es wichtig, dass man weiter fördert und fordert und der Leistungsgedanke nicht auf dem Altar der Sozialpolitik geopfert wird. Die UBP fordert eine gesunde Mischung zwischen öffentlich gefördertem (30 %) und privaten Wohnungsbau (70 %). Wir machen uns dafür stark, dass die Mieten im Kreis Recklinghausen nicht derartig stark steigen wie wir es aktuell in vielen umliegenden Städten sehen. Auf der einen Seite treten wir dem mit einem vernünftigen Anteil öffentlich gefördertem Wohnungsbau entgegen und auf der anderen Seite werden wir durch eine deutliche Reduzierung der Grundsteuer dafür sorgen, dass die Nebenkosten nicht nur konstant bleiben sondern auch deutlich sinken. Es muss dabei darauf geachtet werden, dass der Leistungsgedanke von privaten Investoren dabei nicht ins Hintertreffen gerät. Die Stadt bzw. unsere Wohnungsgesellschaft sollten sich weitestgehend an die oben genannten Quoten halten und am Markt gegebenenfalls regulatorisch eingreifen, wenn die Quoten sich von den Orientierungsdaten weg bewegen. Die UBP steht für eine qualitativ hochwertige und gleichzeitig bezahlbare Wohnbebauung. Mit den von uns initiierten Rahmendaten ist es möglich, den Schwächsten in unserer Gesellschaft zu helfen und günstigen Wohnraum zu bieten und gleichzeitig eine hochwertige Wohnbebauung von privaten Investoren zu fördern.

Darüber hinaus fordert die UBP, den Busverkehr innerhalb des Kreises Recklinghausen künftig kostenfrei zu machen. Wir sind uns bewusst, dass dies zunächst einen ordentlichen Kostenblock darstellen würde, sehen aber die langfristigen Vorteile und sind überzeugt, dass die von uns geforderte Maßnahme ein großartiger Erfolg wird. Die Stadt Monheim macht dies seit fünf Jahren mit einer guten Bilanz. Die Busse würden deutlich voller als bisher, die Straßen entlastet, der Verkehr deutlich zügiger, die Emissionen sinken, der Geräuschpegel lässt nach, die Menschen hätten die Möglichkeit soziale Kontakte (auch ohne den Besitz eines Autos) zu pflegen und nicht zuletzt würde die Mobilität gerade von Schülern und älteren Menschen deutlich steigen und zu verstärkten sozialen Kontakten und einer Belebung von öffentlichen Flächen führen.

Uns als UBP ist es wichtig, eine ablesbare Politik mit Bürgerinnen und Bürgern zu erarbeiten, die keine Lobbyarbeit betreiben sondern gesellschaftliche Prozesse abwägen und am Ende zu einem Ergebnis kommen was realisierbar und für unser gemeinsames Miteinander von Bedeutung ist. Sollten die oben genannten Punkte in der Rats- oder Kreistagsarbeit auch von unseren politischen Mitbewerbern gefordert werden, was bisher nicht der Fall ist, so werden dies losgelöst von Parteiinteressen mitbeschließen.