(Marl 71/2020) Die Unabhängige-Bürger-Partei (UBP) Marl hat am 02.06.2020 unter strengen Corona-Auflagen einen neuen Stadtverbandsvorstand gewählt. Borsu Alinaghi löst Jörg Köper nach 12 Jahren an der Spitze der Partei als erster Vorsitzender ab. Jörg Köper verzichtete auf eine erneute Kandidatur und schlug Borsu Alinaghi als seinen Nachfolger vor.

Jörg Köper: „Wir haben als Partei und als Fraktion Borsu Alinaghi einstimmig zu unseren Bürgermeisterkandidaten vorgeschlagen. Es ist daher an der Zeit, dass Parteivorsitz und Kandidatur in einer Hand vereint sind.“ (Borsu Alinaghi soll in Kürze in einer Mitgliederversammlung offiziell als Bürgermeisterkandidat der UBP gewählt werden). Die Versammlung dankte Jörg Köper für sein bisheriges Engagement. Er hat die UBP im Wahlkampf 2014 als drittstärkste Partei in den Rat geführt und durch sein erhebliches Engagement im sozialen Bereich dafür Sorge getragen, dass die UBP sich in Marl fest etabliert hat.

Borsu Alinaghi, ging in seiner Antrittsrede auf die Versäumnisse der letzten Jahren von Bürgermeister Werner Arndt und der SPD Mehrheitsfraktion ein. Alinaghi: „Die Stadtfinanzen sind ein einziges Desaster, ein solides Controlling gibt es bis heute nicht, die Straßen und Radwege in unserer Stadt sind an vielen Stellen kaum noch befahrbar und das Sicherheitsgefühl der Marler Bürgerinnen und Bürger leidet an vielen Stellen im Stadtgebiet. Dazu kommt der Investitionsstau an öffentlichen Gebäuden, explizit sei hier das Rathaus der Stadt genannt. Werner Arndt und die SPD sind nicht gut für Marl und wir werden als UBP alles daran setzen, dass diese Konstellation abgewählt wird. Die SPD hat ihre Chance vertan und muss in die Opposition. Borsu Alinaghi kündigte an, dass es mit der UBP ein neues Sicherheitskonzept mit einer „Null-Toleranz-Linie“ geben wird. Personen, die sich in unserer Stadt nicht an Recht und Gesetz halten oder in manchen Stadtteilen Angst und Schrecken verbreiten, stehen harte Zeiten bevor.

Darüber hinaus müssen die Radwege deutlich verbessert werden. Alinaghi und die UBP unterstützen die Initiative „Fahrradfreundliche Stadt“. Genau dieses Bürgerengagement wünschen wir uns auch in anderen Teilen. Das zeichnet eine lebendige Stadt mit Bürgern aus, die sich einbringen und Dinge umsetzen, die die Stadt viele Jahre verschlafen hat. Eine Stärkung der Bürgerrechte, etwa wie die von der UBP beantragten Liveübertragung von Ratssitzungen im Internet oder die Einführung von Bürgerratssitzungen werden von der SPD Mehrheit konsequent abgelehnt. Diese und viele weitere Versäumnisse gilt es im Wahlkampf aufzuzeigen und ab dem 13. September wieder in positive Bahnen zu lenken.

Als Ziel für die Kommunalwahlen nannte Alinaghi ein Ergebnis von 10 % + X. Wir wollen und wir werden unseren dritten Platz verteidigen und nach Möglichkeit noch darüber hinaus zulegen, so Alinaghi. Die UBP Marl wird Ihre Ratskandidaten in Kürze bekannt geben. linaghi stehen im Vorstand das Ratsmitglied Jörg Köper als stellvertretender Vorsitzender zur Seite. Ebenfalls wurde Marc Zeisberger als zweiter, stellvertretender Vorsitzender gewählt. Der 52 jährige Steuerberater ist aktuell sachkundiger Bürger für die UBP Ratsfraktion im Stadtplanungsausschuss und im ZBH-Ausschuss. Des Weiteren gehören dem Vorstand Marion Heu und Manuel Kottwitz als Beisitzer an. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt.